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Was kostet ein dynamischer QR-Code? Die Preise der Anbieter im Vergleich

Bild von Unsplash

Warum dynamische QR-Codes überhaupt Geld kosten

Ein statischer QR-Code enthält das Ziel direkt und ist deshalb gratis zu erzeugen — jedes freie Werkzeug kann das. Ein dynamischer QR-Code zeigt stattdessen auf eine kurze Adresse beim Anbieter, die jeden Scan weiterleitet. Diese Weiterleitung muss laufen, solange der gedruckte QR-Code existiert, und genau dafür zahlt man: für Betrieb, Erreichbarkeit und die Möglichkeit, das Ziel später zu ändern.

Das erklärt auch, warum kein Anbieter dynamische QR-Codes unbegrenzt verschenkt. Interessant ist deshalb nicht, ob etwas kostet, sondern wie gezählt wird und wie lange man sich bindet.

Die Einstiegstarife im Vergleich

AnbieterKostenlosEinstieg bezahltQR-Codes dafürBindung
Same-QR20 QR-Codes dauerhaft7,90 € zzgl. USt. / Monat (Marketing Starter)100monatlich
ME-QRunbegrenzt, aber Werbung beim Scan9,99 $ / Monat oder 69 $ / JahrunbegrenztMonat oder Jahr
qr1.at15 Tage Test5 € / Monat (Starter)5mindestens 3 Monate
QRCodeChimp10 QR-Codes, 1.000 Scans pro Monat6,99 $ / Monat (Starter, jährlich)50jährlich
QR TIGER3 QR-Codes, je 500 Scans7 $ / Monat (Regular)12Monat oder Jahr
QR Code Generatornur 14 Tage Test8 € / Monat (Starter, jährlich) oder 16 € / Monat2Jahr oder Monat
Bitly2 QR-Codes pro Monat10 $ / Monat (Core)5 pro Monatnur jährlich
QRFY7 Tage Test, ohne Karte19 € / Monat (Jahreszahlung)unbegrenzt3, 6 oder 12 Monate
Flowcodebis zu 2 QR-Codes25 $ / Monat (Pro Plus)bis zu 50nur jährlich
QRCode Monkeyunbegrenzt, aber nur statisch—keine dynamischen—
Stand 15. August 2026. Angaben von den Preisseiten der Anbieter. Preise teils ohne Mehrwertsteuer, Dollarbeträge sind nicht umgerechnet — prüfe vor dem Abschluss die aktuelle Seite des Anbieters.

Auffällig ist die Spanne beim Einstieg: Für 20 QR-Codes verlangt der kostenlose Tarif von Same-QR 0 Euro, während andere Anbieter für ähnliche Mengen verlangen. Umgekehrt sind die großen Kontingente bei QR TIGER günstig. 200 QR-Codes für 16 Dollar im Monat, allerdings nur mit Jahreszahlung.

Zwei Modelle fallen aus dem Raster. QRFY verkauft unbegrenzte QR-Codes und staffelt allein nach Laufzeit: 39 Euro bei drei Monaten, 29 bei sechs, 19 bei zwölf. ME-QR verschenkt unbegrenzte QR-Codes und finanziert das mit Werbung, die Scanner vor dem eigentlichen Ziel sehen — für Kundenkommunikation ist das selten akzeptabel. Und QRCode Monkey, die bekannteste kostenlose Adresse überhaupt, verschenkt gestaltete QR-Codes samt Vektordatei, aber nur statische; dynamische verkauft der Mutterkonzern über QR Code Generator.

Vier Stellen, an denen die Rechnung anders aussieht als gedacht

  • Jahresbindung als Normalpreis: Bei Bitly Core, Flowcode Pro Plus, QRFY und den größeren QR-TIGER-Tarifen gilt der beworbene Monatspreis nur bei Jahreszahlung, bei QRCodeChimp kostet die Monatsabrechnung rund 30 Prozent Aufschlag. qr1.at bietet Monatszahlung gar nicht an, die Mindestlaufzeit beträgt drei Monate. Bei QR Code Generator kostet der Starter monatlich 16 statt 8 Euro — also das Doppelte.
  • QR-Codes pro Monat statt insgesamt: Bitly zählt neu erstellte QR-Codes pro Monat (2 im kostenlosen Tarif, 5 bei Core). Wer 20 QR-Codes für eine Kampagne braucht, verteilt sie über Monate oder braucht einen größeren Tarif — bei Anbietern mit Gesamtkontingent ist das kein Thema.
  • Scan-Obergrenzen: Der kostenlose Tarif von QR TIGER erlaubt 500 Scans pro QR-Code, QRCodeChimp 1.000 Scans pro Monat und im Starter 10.000, der Starter von QR Code Generator ebenfalls 10.000. Ein erfolgreiches Plakat kann so mitten in der Kampagne ins Limit laufen.
  • Währung und Steuer: Dollarpreise schwanken mit dem Wechselkurs, und mehrere Anbieter weisen die Preise ohne Mehrwertsteuer aus. Bei 40 Euro Listenpreis kommen so schnell knapp 48 Euro heraus.

Rechenbeispiel: 50 QR-Codes für ein Jahr

Fünfzig QR-Codes sind eine typische Größe für eine Filialkette, eine Speisekarte in mehreren Sprachen oder eine Serie von Produktetiketten. Bei Same-QR deckt das der Marketing Starter Tarif ab, also 79,00 Euro im Jahr bei monatlicher Zahlung. Und er reicht bis 100 QR-Codes. Bei QR Code Generator braucht es dafür einen größeren Tarif als den Starter, laut Preisseite nur im Jahresvertrag; den aktuellen Preis nennt die Preisseite des Anbieters. Flowcode liegt bei 25 Dollar im Monat, also 300 Dollar im Jahr, ebenfalls jährlich abgerechnet. QR TIGER käme mit dem Advanced-Tarif auf 192 Dollar im Jahr, bringt dafür aber 200 QR-Codes mit. qr1.at deckt 100 QR-Codes mit 15 Euro im Monat ab, verlangt aber mindestens drei Monate Laufzeit.

Wer nur zwei oder drei QR-Codes braucht, zahlt in dieser Klasse fast überall für Kapazität, die ungenutzt bleibt — hier lohnt der Blick auf die kostenlosen Tarife und darauf, ob sie dauerhaft gelten oder nach zwei Wochen enden.

Was du unabhängig vom Preis prüfen solltest

Dynamische QR-Codes funktionieren nur, solange der Anbieter die Weiterleitung betreibt und dein Zugang aktiv ist. Vor dem Druck größerer Auflagen sind deshalb drei Fragen wichtiger als der Monatspreis: Was passiert mit bestehenden QR-Codes nach einer Kündigung, lässt sich das Ziel unbegrenzt oft ändern, und bekommst du eine Druckdatei als Vektor — also SVG oder PDF — statt nur ein PNG in Bildschirmauflösung?

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Häufig gestellte Fragen

Gibt es dynamische QR-Codes wirklich kostenlos?

Ja, aber begrenzt. Same-QR bietet 1 dauerhaft kostenlosen QR-Code, QR TIGER drei mit je 500 Scans, Flowcode bis zu zwei und Bitly zwei neue pro Monat. QR Code Generator hat keinen dauerhaft kostenlosen Tarif, sondern 14 Tage Test.

Warum ist der Monatspreis oft niedriger als die Monatsrechnung?

Weil die beworbenen Preise meist Jahreszahlung voraussetzen. Bei QR Code Generator kostet der Starter jährlich gerechnet 8 Euro im Monat, monatlich gezahlt 16 Euro. Bitly Core und Flowcode Pro Plus gibt es ausschließlich im Jahresabo.

Was ist günstiger: viele kleine QR-Codes oder ein QR-Code mit wechselndem Ziel?

Ein QR-Code mit wechselndem Ziel ist billiger, verliert aber die Trennung in der Statistik. Sobald du wissen willst, welches Plakat oder welche Filiale die Scans bringt, brauchst du pro Platzierung einen eigenen QR-Code — dann entscheidet das Kontingent des Tarifs.

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