QR-Code auf dem Weinetikett: E-Label, Jahrgang und Platzierung auf der Flasche
Zwei Aufgaben, zwei QR-Codes
Seit dem 8. Dezember 2023 brauchen neu hergestellte Weine eine Zutatenliste und eine Nährwertdeklaration. Beides darf als E-Label hinter einem QR-Code stehen. Dieses E-Label darf aber keine Verkaufs- oder Werbeinhalte zeigen. Wer zusätzlich auf Hofgeschichte, Speiseempfehlung oder Shop verweisen will, braucht dafür einen zweiten QR-Code mit eigener Seite.
| QR-Code | Ziel | Inhalt |
|---|---|---|
| E-Label | Pflichtangaben | Zutaten, Allergene hervorgehoben, Nährwerte je 100 ml |
| Weingut | Marketing | Weine, Ab-Hof-Zeiten, Verkostung, Shop, Speiseempfehlung |
Pflichtangaben bleiben auf dem Etikett
Das E-Label ersetzt nur Zutatenliste und den größten Teil der Nährwerte. Auf der Flasche bleiben die klassischen Angaben — Bezeichnung, Alkoholgehalt, Nennvolumen, Abfüller, Herkunft —, dazu der Brennwert (abgekürzt „E“) und die Allergene mit dem Wort „Enthält“. Ein Mindesthaltbarkeitsdatum braucht Wein übrigens nicht.
Jahrgang wechselt — Seite ändern statt Etikett neu drucken
Ein dynamischer QR-Code zeigt auf eine Seite, nicht auf einen festen Inhalt. Ändern sich zwischen zwei Abfüllungen nur die Nährwerte oder die Weinbeschreibung, trägst die neuen Werte ein und druckst weiter dieselben Etiketten. Bekommt ein neuer Jahrgang eigene Werte, legst du eine neue Seite an und lässt die alte für die Flaschen stehen, die noch im Handel sind.
Größe und Platzierung auf der Flasche
- Mindestens 15 bis 20 Millimeter Kantenlänge auf dem Rückenetikett; kleiner scannt auf gewölbtem Glas unzuverlässig.
- Den QR-Code senkrecht zur Flaschenachse möglichst schmal halten: Je weiter er um die Rundung läuft, desto stärker verzerrt er.
- Ruhezone um den QR-Code frei lassen, mindestens vier Module breit.
- Dunkler QR-Code auf hellem Grund; Gold- und Prägefolien, Strukturpapier und Spiegeleffekte stören die Kamera.
- Vor dem Druck einen Probedruck auf die echte Flasche kleben und mit mehreren Telefonen testen.
Beschriftung neben dem QR-Code
Neben dem QR-Code sollte stehen, was dahinter wartet. Für das E-Label ist das Pflicht; nach Auslegung der EU-Kommission genügt ein bloßes „i“ nicht, üblich ist „Zutaten & Nährwerte“. Beim Marketing-QR-Code hilft ein kurzes Versprechen wie „Speiseempfehlung & Weingut“ — ohne Hinweis scannt kaum jemand.
Häufig gestellte Fragen
Nein. Das E-Label darf nicht zusammen mit Verkaufs- oder Werbeinhalten erscheinen. Dafür eignet sich ein zweiter QR-Code mit einer Weingut-Seite.
Als Richtwert 15 bis 20 Millimeter. Auf stark gewölbten, schmalen Flaschen eher größer — und immer auf der echten Flasche testen.
Nicht wegen des QR-Codes. Er bleibt gleich; du änderst die Angaben auf der Seite oder legst für einen neuen Jahrgang eine neue Seite an.
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