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QR-Codes in Gemeinden und Behörden: Datenschutz ohne Tracking

Bild von Unsplash

Viele Anbieter von QR-Codes werben mit ausführlicher Auswertung: Standort, Gerät, Uhrzeit, Wiederkehrer. Für ein Werbekonzern mag das interessant sein. Eine Gemeinde, eine Schule oder ein Amt will Bürgern aber eine Information geben und sie dabei nicht ausforschen. Deshalb lohnt der Blick darauf, was beim Scan eines QR-Codes tatsächlich gespeichert wird.

Was beim Scan technisch passiert

Ein dynamischer QR-Code enthält eine kurze Adresse bei Same-QR. Beim Scan ruft das Handy diese Adresse auf, und Same-QR leitet zum Ziel weiter. Wie bei jedem Aufruf einer Webseite kommt dabei technisch die IP-Adresse an, sonst ließe sich keine Antwort zurückschicken. Die Aufrufe laufen über Cloudflare als vorgelagerten Netzwerkdienst. Die beteiligten Dienstleister nennt die Datenschutzerklärung von Same-QR.

Was Same-QR speichert

  • je QR-Code eine Zahl: wie oft er gescannt wurde
  • für 60 Sekunden einen gesalzenen Hash des Anschlusses, damit ein zögerndes Handy nicht doppelt zählt, danach ist er weg
  • im kostenlosen Tarif zusätzlich die Zahl der Scans je Konto und Monat

Was Same-QR nicht speichert

  • die IP-Adresse
  • den Zeitpunkt des Scans
  • Gerät, Betriebssystem und Browser
  • den Standort

Eine Auswertung nach Personen, Tagen oder Orten gibt es deshalb nicht, auch nicht für dich als Kunde. Du siehst nur die Summe je QR-Code. Für eine öffentliche Stelle reicht das, um zu wissen, ob ein Aushang genutzt wird.

Kein Cookie, keine Werbung

Beim Scannen wird keine Werbung eingeblendet, in keinem Tarif. Seiten, die du direkt in Same-QR baust, etwa „Öffnungszeiten & Anfahrt“ oder „Alle Links“, setzen kein Cookie, laden nichts von fremden Servern und zählen Aufrufe ohne Wiedererkennung.

Die Zielseite ist der entscheidende Teil

Nach der Weiterleitung landet der Bürger auf deinem Ziel. Ob dort Cookies, Analysewerkzeuge oder Formulare personenbezogene Daten erheben, regelt die Datenschutzerklärung dieser Seite. Ein QR-Code auf eine Gemeinde-Website mit Analysewerkzeug ist also so datensparsam wie die Website selbst. Im Zweifel klärst du das mit deiner Datenschutzbeauftragten oder deinem Datenschutzbeauftragten, dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.

Praktische Regeln für öffentliche Stellen

  • Verlinke auf eigene Seiten oder auf Seiten öffentlicher Partner, nicht auf Plattformen mit Werbung.
  • Schreib neben den Code, wohin er führt, etwa „Abfallkalender auf gemeinde.at“.
  • Nutze für jeden Aushang einen eigenen Code, dann reicht die Summe der Scans für die Auswertung.
  • Prüfe nach einem Relaunch, ob alle Ziele noch stimmen, und ändere sie im Dashboard.

Fazit

QR-Codes und Datenschutz vertragen sich, wenn der Anbieter wenig speichert und die Zielseite sauber ist. Bei Same-QR bleibt pro Code nur eine Zahl, keine IP-Adresse, kein Gerät, kein Standort. Auf sameqr.com kannst du kostenlos starten und es mit einem Code ausprobieren.

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Häufig gestellte Fragen

Speichert Same-QR die IP-Adresse der Bürger?

Nein. Für 60 Sekunden bleibt nur ein gesalzener Hash gegen Doppelzählung, danach nichts außer der Zahl der Scans.

Brauche ich neben dem QR-Code einen Datenschutzhinweis?

Das hängt vor allem von der Zielseite ab. Erhebt sie personenbezogene Daten, gehört der Hinweis dorthin. Im Zweifel fragst du deine Datenschutzberatung.

Wird beim Scannen Werbung angezeigt?

Nein, in keinem Tarif, auch nicht im kostenlosen.

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