QR-Code-Anbieter wechseln ohne Neudruck: die Brücken-Methode
Das Problem: Der Kurzlink gehört dem alten Anbieter
Wer den QR-Code-Anbieter wechseln will, ohne neu zu drucken, stößt schnell auf ein technisches Detail: Ein dynamischer QR-Code enthält nicht dein Ziel, sondern einen Kurzlink deines Anbieters. Erst dessen Server leitet den Scan auf deine Website, deine Speisekarte oder dein PDF weiter. Der Kurzlink liegt auf der Domain des Anbieters, und nur dort wird festgelegt, wohin er zeigt.
Ein neuer Anbieter kann diesen Kurzlink deshalb nicht übernehmen. Was du aber selbst in der Hand hast: das Ziel. Und genau darauf baut die Brücken-Methode auf.
So funktioniert die Brücke
Du legst deine Codes bei Same-QR neu an. Dann trägst du beim alten Anbieter als Ziel jedes Codes nicht mehr deine Website ein, sondern den neuen Same-QR-Kurzlink. Ein Scan läuft danach so: gedruckter Code → alter Kurzlink → Same-QR → dein Ziel. Für Gäste und Kunden ändert sich nichts, sie landen am selben Ort wie vorher.
- Kein Neudruck auf einen Schlag: Die alten Drucksachen bleiben gültig.
- Ab sofort verwaltest du alle Ziele an einer Stelle, nämlich in Same-QR.
- Die Scans werden ab dem Umstellen auch bei Same-QR gezählt.
- Neue Drucksachen bekommen direkt den Same-QR-Code, ohne Umweg.
Schritt für Schritt
- Bestandsaufnahme: Liste beim alten Anbieter jeden Code mit Name, aktuellem Ziel und Ort, an dem er gedruckt ist.
- Codes in Same-QR anlegen: einzeln oder per Tabelle. Ziel ist jeweils deine eigentliche Website, nicht der alte Kurzlink.
- Testen: Jeden neuen Same-QR-Code einmal scannen, bevor du etwas umstellst.
- Ziel beim alten Anbieter umstellen: neue Adresse sameqr.com/r/… eintragen, speichern, den gedruckten Code scannen.
- Neue Drucksachen nur noch mit Same-QR-Codes produzieren.
- Erst kündigen, wenn die alten Codes ersetzt sind oder kaum noch gescannt werden.
Am bequemsten geht es mit dem Umzugs-Assistenten unter Dashboard → „QR Codes“ → „Von anderem Anbieter umziehen“: Er liest deine Liste als CSV- oder Excel-Datei, lässt dich die Spalten Name, Ziel-URL, alter Kurzlink und Labels zuordnen und legt die Codes an, so viele dein Tarif trägt. Danach lädst du eine Liste „alter Kurzlink → neuer Same-QR-Link“ herunter, genau die brauchst du für die Brücke. Einen Überblick über den Wechsel gibt es auf sameqr.com/wechseln/de.
Wie lange die Brücke stehen muss
Die Brücke trägt nur, solange der alte Kurzlink weiterleitet. Bei vielen Anbietern ist das an ein laufendes Abo gebunden. Laut den Hilfe-, FAQ- und Preisseiten der Anbieter (Stand Oktober 2026) deaktivieren etwa QR TIGER und Uniqode dynamische Codes, wenn das Abo endet, QR.io und QR Code Generator PRO nach dem Ende der Testphase. Für die Zeit der Brücke zahlst du also zwei Anbieter.
Wie lange das dauert, hängt an deinen Drucksachen. Eine Speisekarte wird oft ohnehin einmal im Jahr neu gedruckt, ein Flyer ist nach einer Aktion weg, ein Schild an der Fassade bleibt Jahre. Plane den Austausch nach Wichtigkeit: Was am meisten gescannt wird und am längsten hängt, ersetzt du zuerst.
Einige Anbieter lassen nach einer Kündigung einen Teil der Codes aktiv. Laut Preisseiten sind das bei Hovercode die ersten 3 dynamischen Codes und bei QRCodeChimp nach dem Rückfall auf den Gratis-Tarif die letzten 10. Laut Hilfe-Center von Flowcode scannen die Codes dort nach der Kündigung auf das letzte Ziel weiter. Für diese Codes kann die Brücke auch ohne Abo bestehen bleiben.
Wann die Brücke nicht geht
- Statische Codes: Das Ziel steckt direkt im Bild und lässt sich nicht ändern. Gehört dir die Zieladresse, kannst du dort eine Weiterleitung auf den Same-QR-Link einrichten. Sonst hilft nur der Neudruck.
- Abo bereits beendet: Ist der alte Code schon deaktiviert, kannst du sein Ziel meist nicht mehr bearbeiten. Dann bleibt das Reaktivieren beim alten Anbieter oder der Austausch.
- Eigene Domain beim alten Anbieter: Hier brauchst du keine Brücke. Die Domain gehört dir, du kannst sie nach dem Wechsel über deinen Webspace oder eine Weiterleitungsregel bei deinem DNS-Anbieter Pfad für Pfad auf die Same-QR-Links umleiten.
Der Vollständigkeit halber: Same-QR bietet selbst keine eigene Kurzlink-Domain an, die Codes laufen über sameqr.com. Damit du nicht wieder vor derselben Frage stehst, sind die Regeln nach dem Abo-Ende bei uns festgeschrieben.
Bei Same-QR ist das Ende eines Abos so geregelt: Codes innerhalb des Kontingents deines neuen Tarifs laufen unverändert weiter – im kostenlosen Tarif die zwei ältesten. Codes darüber legen wir erst nach 14 Tagen Schonfrist still, vorher bekommst du drei E-Mails (7, 3 und 1 Tag vorher). Stillgelegt heißt nicht gelöscht: Der Code zeigt beim Scan einen Hinweis statt des Ziels und funktioniert wieder, sobald dein Tarif ihn trägt.
Häufig gestellte Fragen
Nein. Der Scan läuft über eine Station mehr, landet aber am selben Ziel. Die zusätzliche Weiterleitung dauert nur einen Augenblick.
Nur wenn der alte Anbieter die Codes nach der Kündigung weiterleitet. Bei vielen Anbietern endet die Weiterleitung mit dem Abo, dann muss es laufen, bis die Drucksachen ersetzt sind.
Für zwei Codes reicht der kostenlose Tarif. Für mehr Codes brauchst du einen bezahlten Tarif, Start bietet 25 Codes für 5,90 € im Monat.
In der Regel nicht. Sichere die Statistik vor der Kündigung beim alten Anbieter, soweit er einen Export anbietet. In Same-QR beginnt die Zählung mit dem ersten Scan über den neuen Code.
Jetzt vormerken, bevor es losgeht.
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- Dein kostenloser Zugang ist vorgemerkt — bezahlen kann man ohnehin noch nicht
- 90 statt 30 Tage unbegrenzte Zieländerungen: dreifache Testphase, nur für Vorgemerkte
- Startpreis-Garantie: dein Preis bleibt, auch wenn wir später erhöhen
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