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Praxis3 Min. Lesezeit

Weinkarte im Restaurant erstellen: Auswahl, Aufbau und Beschreibung

Bild von Unsplash

Wie viele Weine

Wer eine Weinkarte erstellen will, steht zuerst vor der Frage nach dem Umfang. Eine große Karte zeigt Kompetenz, bindet aber Kapital im Keller und überfordert viele Gäste. Für die meisten Restaurants reicht eine überschaubare Auswahl, die zur Küche passt und die das Team kennt.

  • Einige offene Weine in Weiß, Rot und Rosé, dazu ein Schaumwein.
  • Eine kleine Flaschenauswahl in verschiedenen Preislagen.
  • Regionale Weine, wenn dein Lokal in einer Weinbaugegend liegt.
  • Wenige besondere Flaschen für Anlässe, wenn deine Gäste danach fragen.

Sortieren nach Farbe, Region oder Stil

Die klassische Ordnung beginnt mit Schaumwein, dann Weiß, Rosé, Rot und Süßwein. Innerhalb der Farben kannst du nach Region oder nach Stil sortieren.

  • Nach Region: übersichtlich für Kenner und bei vielen Herkünften.
  • Nach Stil, etwa „leicht und frisch“, „kräftig und würzig“: einfacher für Gäste, die sich wenig auskennen.
  • Nach Preis aufsteigend innerhalb jeder Gruppe: erleichtert die Auswahl und wirkt transparent.

Glas und Flasche

Offene Weine gehören mit Menge auf die Karte, etwa 0,125 l oder 1/8 l. Wer Flaschen anbietet, gibt die Größe an, meist 0,75 l. Manche Weine im Glas und als Flasche anzubieten, hilft Gästen, die zuerst probieren möchten.

Bei offenen Weinen lohnt sich ein Blick auf die Haltbarkeit: Was nicht oft bestellt wird, steht besser nur als Flasche auf der Karte.

Beschreibungen, die helfen

Eine gute Beschreibung ist kurz und übersetzt Fachbegriffe in Geschmack. Statt langer Verkostungsnotizen reichen zwei bis vier Stichworte:

  • „Grüner Veltliner, Weinviertel – pfeffrig, frisch, zu Backhendl und Salat“
  • „Blaufränkisch, Mittelburgenland – dunkle Beeren, kräftig, zu Wild und Braten“

Ein Speisehinweis ist oft hilfreicher als jede Beschreibung. Und vergiss die Allergenangabe nicht: Wein enthält in aller Regel Sulfite. Auf der digitalen Karte von Same-QR kannst du die Beschreibung und das Allergen-Kürzel in die Zusatzzeile schreiben.

Wechselnde Jahrgänge

Weinkarten veralten schnell: Ein Jahrgang ist ausgetrunken, der nächste kommt, ein Wein wird teurer. Auf gedruckten Karten steht dann oft noch der alte Jahrgang. Wer den Jahrgang angibt, muss ihn pflegen; wer ihn weglässt, sollte das Personal informieren, welcher gerade ausgeschenkt wird.

Eine digitale Weinkarte lässt sich in solchen Fällen schnell anpassen. Same-QR bietet in der Speisekarten-Vorlage eine Kategorie Wein und eigene Designs für Weinlokale. Eine kleine gedruckte Auswahl am Tisch ergänzt das gut, besonders für Gäste, die die Karte gern in der Hand halten.

Das Team einbinden

Eine Weinkarte ist nur so gut wie die Beratung dazu. Nicht jeder Betrieb hat eine Sommelière, aber jedes Team kann lernen, die Weine der Karte zu empfehlen:

  • Regelmäßige kurze Verkostungen der offenen Weine im Team.
  • Zu jedem Hauptgericht eine Weinempfehlung, die alle kennen.
  • Ein Spickzettel mit Rebsorte, Herkunft und zwei Stichworten zum Geschmack.
  • Der Hinweis, dass Gäste vor der Flasche ein Glas probieren dürfen, wenn das bei dir möglich ist.

Gäste bestellen eher Wein, wenn sie sich gut beraten fühlen. Eine kurze, verständliche Karte und ein Team, das sie kennt, sind dafür die beste Grundlage.

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Häufig gestellte Fragen

Muss der Jahrgang auf der Weinkarte stehen?

Das ist keine Pflicht, aber bei hochwertigen Weinen üblich. Wenn du ihn angibst, muss er stimmen.

Wie gebe ich Sulfite auf der Weinkarte an?

Wie andere Allergene auch, etwa mit dem Kürzel O im Buchstabensystem oder 12 im Zahlensystem und einer Legende auf der Karte.

Wie viele offene Weine sind sinnvoll?

So viele, wie du frisch halten kannst. Lieber eine kleine Auswahl, die regelmäßig getrunken wird, als offene Flaschen, die tagelang stehen.

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