Digitale Speisekarte erstellen: Schritt für Schritt zur Karte am Handy
Was eine digitale Speisekarte ist
Wer eine digitale Speisekarte erstellen will, baut im Grunde eine kleine Webseite: Gäste scannen am Tisch einen QR-Code und sehen die Karte im Browser ihres Handys – ohne App, ohne Anmeldung. Anders als ein abfotografiertes PDF ist eine solche Seite für kleine Bildschirme gebaut. Texte brechen sauber um, Kategorien lassen sich überblicken, und niemand muss mit zwei Fingern zoomen.
Der eigentliche Vorteil liegt hinter den Kulissen: Ändert sich ein Preis oder fällt ein Gericht weg, passt du die Seite an. Der gedruckte Code am Tisch bleibt derselbe, weil er nur auf die Adresse der Karte zeigt.
Vorbereitung: Gerichte, Preise, Allergene sammeln
Bevor du irgendetwas anlegst, lohnt sich eine saubere Liste. Sie spart später Korrekturen und ist ohnehin die Grundlage für jede Karte, ob gedruckt oder digital.
- Alle Speisen und Getränke mit ihrem aktuellen Preis.
- Eine kurze Beschreibung, wo der Name allein nicht reicht: Beilage, Zubereitung, Herkunft.
- Die Allergene je Gericht, abgestimmt mit der Küche und den Rezepturen.
- Was regelmäßig wechselt: Tagesgericht, Mittagsmenü, saisonale Spezialitäten.
Gibt es bereits eine gedruckte Karte oder ein PDF, musst du nicht abtippen. Same-QR liest eine Karte aus bis zu vier Fotos oder einem PDF mit bis zu acht Seiten ein. Bevor etwas übernommen wird, siehst du alles in einer Durchsicht und korrigierst, was nicht stimmt.
Karte anlegen und gliedern
Die Gliederung entscheidet, ob sich Gäste auf dem Handy zurechtfinden. Halte dich an die Reihenfolge, in der gegessen wird: Vorspeisen, Hauptspeisen, Desserts, danach die Getränke. Zusätzliche Kategorien wie Suppen, Salate, Vegetarisch, Kinder oder Kaffee & Tee legst du nur an, wenn sie wirklich gefüllt sind – eine Kategorie mit einem einzigen Eintrag wirkt verloren.
In der Speisekarten-Vorlage besteht jede Zeile aus Gericht, Preis und einer Zusatzzeile. In die Zusatzzeile gehört eine kurze Beschreibung oder die Allergenkennzeichnung. Ganz oben steht auf Wunsch ein Tagesangebot, das du unabhängig vom Rest der Karte änderst.
Design wählen
Die Karte darf nach deinem Lokal aussehen. Wichtig ist aber zuerst die Lesbarkeit: dunkle Schrift auf hellem Grund oder umgekehrt, keine verspielte Schrift für lange Texte, genug Abstand zwischen den Zeilen. Same-QR bietet fertige Designs für elf Restauranttypen vom Burgerladen bis zur Cocktailbar, illustriert oder mit Foto. Schriften und Farben kannst du anpassen; wählst du eine Kombination, die am Tisch nicht lesbar wäre, warnt dich eine Kontrastprüfung.
QR-Code erzeugen und testen
Für die Karte brauchst du einen dynamischen QR-Code. Er enthält eine kurze, gleichbleibende Adresse, hinter der du das Ziel jederzeit austauschen kannst. Bevor du Aufsteller oder Aufkleber drucken lässt, testest du gründlich:
- Mit mindestens zwei Handys scannen, idealerweise einem iPhone und einem Android-Gerät.
- Im Lokal bei Abendbeleuchtung scannen, nicht nur am Schreibtisch.
- Prüfen, ob die Karte auch im mobilen Netz zügig lädt.
- Einen Probedruck in Originalgröße machen und aus der Sitzposition am Tisch scannen.
Pflege im Alltag
Eine digitale Karte ist nur so gut wie ihr letzter Stand. Lege fest, wer Änderungen macht, und nimm sie gleich vor, wenn sie anfallen: neuer Preis, Gericht aus, neues Tagesangebot. Ein fester Termin pro Woche, an dem jemand die Karte gegen die Küche abgleicht, verhindert, dass sich Fehler einschleichen.
Halte trotzdem einige gedruckte Karten bereit. Nicht jeder Gast möchte am Tisch das Handy herausholen, und bei leerem Akku oder schlechtem Empfang ist die Papierkarte die freundlichste Lösung.
Checkliste vor dem ersten Tag
- Alle Preise mit der Kasse abgeglichen.
- Allergene je Gericht mit der Küche geprüft.
- Karte auf zwei Handys bei Abendlicht gelesen.
- QR-Code aus der Sitzposition gescannt, auch im mobilen Netz.
- Einige gedruckte Karten für Gäste ohne Handy bereitgelegt.
- Team eingewiesen: Wer ändert das Tagesangebot, wer streicht ausverkaufte Gerichte?
Nach den ersten Tagen lohnt sich eine kurze Rückfrage im Service: Wo haben Gäste nachgefragt, was haben sie nicht gefunden? Diese Stellen sind meist schnell verbessert, und die Karte wird mit jeder Woche besser.
Häufig gestellte Fragen
Nein. Die Karte kann als eigene, gehostete Seite laufen. Hast du später eine Website, kannst du den gedruckten Code auf die Karte dort umleiten, ohne neu zu drucken.
Nein. Aktuelle Handys erkennen QR-Codes direkt in der Kamera, die Karte öffnet sich im Browser.
Ja. Du kannst Fotos oder ein PDF deiner Karte einlesen lassen. Prüfe danach vor allem Preise und Allergene, bevor du die Karte veröffentlichst.
Die inhaltlichen Anforderungen, etwa an Preise und Allergeninformation, hängen nicht davon ab, ob die Karte auf Papier oder am Bildschirm steht. Ob ein QR-Code allein genügt, solltest du für dein Land bei Kammer oder Behörde klären.
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