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Praxis2 Min. Lesezeit

Cocktailkarte gestalten: So führst du Gäste durch die Bar

Bild von Unsplash

Sortieren nach Geschmack statt Spirituose

Wer eine Cocktailkarte gestalten will, sortiert sie oft nach Basisspirituose: Gin, Rum, Wodka, Whisky. Für Barkeeper logisch, für Gäste nicht immer. Viele wissen eher, worauf sie Lust haben, als welches Destillat sie wollen.

  • Frisch und sauer: Sours, Smashes, Collins.
  • Fruchtig und leicht: Highballs, Spritz, Punches.
  • Kräftig und aromatisch: Klassiker auf Basis von Whisky, Rum oder Bitter.
  • Cremig und süß: Drinks mit Sahne, Ei oder Likör.
  • Alkoholfrei.

Eine Mischform funktioniert ebenfalls: Klassiker nach Spirituose, eigene Kreationen nach Geschmack.

Zutaten statt Fantasienamen allein

Ein eigener Name gibt einem Drink Charakter. Allein verrät er aber nichts. Nenne darunter die Hauptzutaten in einer Zeile, in der Reihenfolge ihrer Bedeutung:

  • „Garden Gimlet – Gin, Gurke, Limette, Basilikum“
  • „Smoky Old Fashioned – Bourbon, Ahornsirup, Angostura, Rauch“

Auch bei Klassikern hilft die Zutatenliste, denn nicht jeder Gast weiß, was in einem Negroni oder einem Last Word steckt.

Signature Drinks

Eigene Kreationen machen eine Bar unverwechselbar. Setze sie an den Anfang der Karte oder hebe sie gesondert hervor – aber beschränke dich auf eine Handvoll. Eine kurze Karte mit sorgfältig gemachten Drinks wirkt souveräner als eine lange Liste, bei der das Team die Hälfte nachschlagen muss.

Wechselnde Signature Drinks, etwa ein Saisoncocktail, lassen sich auf einer digitalen Karte schnell austauschen oder als Tagesangebot ganz oben zeigen.

Alkoholfreie Cocktails

Gäste, die keinen Alkohol trinken, wollen trotzdem etwas Besonderes im Glas. Gib alkoholfreien Drinks eigene Namen, eine eigene Kategorie und dieselbe Sorgfalt in der Beschreibung. Ein Hinweis auf alkoholfreie Spirituosen oder hausgemachte Sirupe zeigt, dass es nicht nur Saft mit Eis ist.

Karte bei schwachem Licht lesbar

Bars sind dunkel – und gerade dort wird die Karte gelesen. Kleine, verschnörkelte Schrift in Gold auf Schwarz sieht edel aus, ist aber schwer zu entziffern.

  • Ausreichend große Schrift und starker Kontrast.
  • Zierschriften nur für Überschriften, nicht für Zutaten.
  • Auf dem Handy: eine dunkle Gestaltung blendet weniger, muss aber genauso kontrastreich sein.

Same-QR bietet Designs für Bar & Cocktails, illustriert oder mit Foto, die für dunkle Umgebungen gemacht sind. Wenn du Farben änderst, prüft der Editor den Kontrast und warnt, wenn die Schrift am Tisch nicht lesbar wäre.

Die Karte im Team nutzen

Eine gute Cocktailkarte ist auch ein Werkzeug für das Barteam. Wer die Karte gestaltet, legt fest, was empfohlen wird und wie Drinks beschrieben werden. Ein paar Ideen:

  • Jeder im Team kann zu jedem Drink zwei Sätze sagen und eine Alternative nennen.
  • Zu jedem Drink gibt es ein Rezeptblatt mit Mengen und Allergenen.
  • Neue Drinks werden zuerst im Team verkostet, bevor sie auf die Karte kommen.
  • Was sich nicht verkauft, fliegt nach einer festen Zeit wieder runter.

So bleibt die Karte lebendig, ohne zu wachsen, und das Team steht hinter jedem Drink, den es empfiehlt.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viele Cocktails sollte eine Karte haben?

So viele, wie dein Team in gleichbleibender Qualität zubereiten kann. Eine kurze, gut gemachte Karte ist besser als eine lange.

Muss ich Allergene bei Cocktails angeben?

Ja. Häufig betroffen sind etwa Eiweiß in Sours, Milch in cremigen Drinks, Nüsse in Likören oder Sulfite.

Soll der Alkoholgehalt auf der Karte stehen?

Das ist bei Cocktails nicht üblich und schwer genau anzugeben. Ein Hinweis wie „leicht“ oder „kräftig“ hilft Gästen aber bei der Wahl.

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