Wie viele Scans braucht ein QR-Code? Bedarf ehrlich schätzen
Ein QR-Code kostet beim Druck nichts extra. Bei dynamischen QR-Codes zählt aber jeder Scan, denn jeder Scan läuft über die Weiterleitung des Anbieters. Deshalb begrenzen viele kostenlose Tarife die Zahl der Scans. Bevor du dich für einen Tarif entscheidest, lohnt sich eine einfache Frage: Wie oft wird mein Code eigentlich gescannt?
Die einfache Rechnung
Die Zahl der Scans ergibt sich aus drei Größen:
- wie viele Menschen den Code sehen
- welcher Anteil davon tatsächlich scannt
- wie oft dieselbe Person wiederkommt
Den Anteil kennt niemand im Voraus, er hängt von Ort, Anlass und Text neben dem Code ab. Rechne deshalb mit einer vorsichtigen Annahme und prüfe sie im ersten Monat.
Beispiele mit Annahmen
| Wo der Code steht | Annahme | Scans im Monat |
|---|---|---|
| Visitenkarte | 50 Karten im Monat verteilt, jede fünfte wird gescannt | etwa 10 |
| Flyer | 2.000 Flyer, 2 von 100 werden gescannt | etwa 40 |
| Speisekarte am Tisch | 40 Gäste am Tag, jeder zweite scannt, 26 Öffnungstage | etwa 520 |
| Schaufenster | 300 Passanten am Tag, 1 von 100 scannt, 30 Tage | etwa 90 |
| Plakat für ein Fest | 800 Gäste, ein Drittel scannt das Programm | etwa 270 |
Die Beispiele zeigen ein Muster: Codes auf Drucksachen, die verteilt werden, bringen wenige Scans. Codes an Orten, an denen Menschen etwas brauchen, etwa die Karte am Tisch, bringen viele.
Messen statt schätzen
Nach dem ersten Monat brauchst du keine Annahme mehr. Ein dynamischer QR-Code zählt seine Scans selbst. Gib jedem Ort einen eigenen Code, dann siehst du, welcher wie oft genutzt wird. Achte darauf, wie dein Anbieter zählt. Bei Same-QR zählt derselbe Internetanschluss beim selben Code höchstens einmal pro Minute, und Link-Vorschauen von Messengern zählen nicht. So spiegelt die Zahl echte Menschen wider und nicht doppelte Kameraversuche.
Was über der Grenze passiert
Wichtiger als die Grenze selbst ist, was danach passiert. Manche Anbieter leiten dann nicht mehr weiter, andere zeigen Werbung. Im kostenlosen Tarif von Same-QR sind 1.000 Scans im Monat für das ganze Konto enthalten. Darüber funktionieren die Codes zunächst weiter, vor dem Ziel erscheint aber für etwa zwei Sekunden der Hinweis „Kostenlos erstellt mit Same-QR“. Bleibt das Konto länger als sieben Tage über der Grenze, zeigen die Codes bis zum Monatsende nur noch einen Hinweis. Vorher kommen drei E-Mails, und mit dem nächsten Monat zählt alles neu.
Wann sich unbegrenzte Scans lohnen
Liegt deine Rechnung dauerhaft bei mehr als 1.000 Scans im Monat, etwa bei einem gut besuchten Restaurant oder einer Kampagne mit vielen Plakaten, ist ein Tarif mit unbegrenzten Scans die ruhigere Wahl. Liegt sie darunter, wie bei Visitenkarte, Flyer oder Vereinsaushang, bist du mit einem kostenlosen Tarif gut bedient.
Fazit
Die meisten QR-Codes werden seltener gescannt, als man denkt. Rechne grob mit Sichtkontakten und einem vorsichtigen Anteil, gib jedem Ort einen eigenen Code und schau nach dem ersten Monat auf die echten Zahlen.
Häufig gestellte Fragen
Einen verlässlichen Durchschnitt gibt es nicht. Die Zahl hängt stark davon ab, wo der Code steht und wofür er gebraucht wird. Ein Code auf der Speisekarte wird viel öfter gescannt als einer auf dem Flyer.
Nein, für das ganze Konto. Alle QR-Codes zusammen haben 1.000 Scans je Kalendermonat.
Nicht sofort. Zuerst erscheint vor dem Ziel ein kurzer Hinweis. Erst wenn das Konto länger als sieben Tage darüber liegt, zeigt der Code bis zum Monatsende nur noch einen Hinweis.
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