QR-Codes auf Verpackungen mit eigener Domain: Etikett einmal drucken, Jahre nutzen
Ein Etikett wird einmal gedruckt und dann lange benutzt. Die Packung liegt im Lager, im Regal, im Warenkorb und schließlich zu Hause im Schrank. Der QR-Code darauf soll in all dieser Zeit funktionieren, auch wenn du dich in zwei Jahren für einen anderen Dienst entscheidest.
Warum Verpackungen mehr verlangen als ein Flyer
Ein Flyer ist nach einer Aktion weg. Eine Verpackung nicht: Restbestände werden nachverkauft, Kunden scannen Monate nach dem Kauf noch einmal, und ein Nachdruck der ganzen Auflage kostet Geld und Zeit. Der Code muss deshalb eine Adresse enthalten, die du auf Dauer in der Hand behältst.
Zeigt der Code auf die Domain eines Anbieters, hängt dein gedrucktes Etikett an dessen Bestand. Verschwindet der Dienst oder kündigst du, laufen alle Packungen ins Leere. Steht dagegen qr.deinefirma.at im Code, gehört dir die Adresse. Du bestimmst, wohin sie zeigt.
Pfade je Produkt oder Charge
Mit eigener Domain wählst du den Pfad hinter der Adresse selbst. So wird aus einem Code mit Zufallszeichen ein lesbarer Link, den du später auch in Listen und Lieferscheinen wiedererkennst. Drei Muster, die sich bewähren:
- Ein Pfad je Produkt: qr.deinefirma.at/honig-akazie. Das Ziel bleibt, auch wenn das Etikett neu gestaltet wird.
- Ein Pfad je Charge: qr.deinefirma.at/honig-akazie-l2611. Sinnvoll, wenn die Charge eigene Angaben hat, etwa Abfülldatum oder Rückruf-Info.
- Ein zufälliger Pfad mit 10 Zeichen: für Fälle, in denen die Adresse nichts über das Produkt verraten soll.
Beachte dabei: Jeden Pfad gibt es je Domain nur einmal, und er bleibt auch nach dem Löschen des Codes belegt. Plane die Namen deshalb kurz im Voraus und führe eine Liste, welcher Pfad zu welchem Produkt gehört. Das Ziel eines dynamischen Codes kannst du später ändern, die gedruckte Adresse nicht.
Einrichten, bevor das Etikett in den Druck geht
Die Domain verbindest du einmal, danach legst du beliebig viele Codes darauf an. Wichtig ist die Reihenfolge: erst die Domain, dann der Code, dann der Druck.
- Im Dashboard das Fenster „Eigene Domain“ öffnen und eine Subdomain eintragen, zum Beispiel qr.deinefirma.at. Nie die Hauptdomain.
- Den angezeigten TXT-Eintrag _sameqr.qr.deinefirma.at als Besitznachweis und den CNAME auf kunden.sameqr.com bei deinem DNS-Anbieter setzen. Nutzt du Cloudflare als DNS, den CNAME auf „Nur DNS“ (graue Wolke) stellen.
- Warten, bis der Status auf „Aktiv“ steht. Das HTTPS-Zertifikat wird dann automatisch ausgestellt.
- Beim Anlegen des neuen Codes die eigene Domain als Adresse wählen und den Pfad eintragen.
Bei Same-QR gibt es eigene Domains ab dem Tarif Gastro Pro und Marketing Starter, je mit einer Domain. Im Free-Tarif und bei Gastro Starter ist keine vorgesehen. Bestehende Codes behalten ihre bisherige Adresse, das ist bei bereits gedruckten Etiketten wichtig.
Anbieterwechsel ohne Neudruck
Die Domain bleibt dein Eigentum. Wechselst du später den Anbieter, stellst du den CNAME auf den neuen Dienst um. Die gedruckten Codes funktionieren weiter, vorausgesetzt der neue Anbieter kann dieselben Pfade auf deiner Domain bedienen. Frage das vor dem Wechsel ab und halte deine Pfadliste bereit.
Hattest du beim alten Anbieter schon Kurzlinks auf eigener Domain, etwa go.deinefirma.at/abc, geht der Umzug zu Same-QR ohne Neudruck: Codes mit dem Umzugsassistenten importieren (Dashboard, Reiter „QR Codes“, Kachel „Von anderem Anbieter umziehen“, Datei mit der Spalte „Alter Kurzlink“), die Domain verbinden und den CNAME umstellen.
Anders ist es bei Kurzlinks auf der Domain des Anbieters, etwa qrco.de oder l.ead.me. Die lassen sich nicht übernehmen. Dort bleibt nur, das Ziel beim alten Anbieter umzustellen, solange du dort noch Kunde bist, oder die Etiketten neu zu drucken.
Der Testdruck
Bevor die ganze Auflage läuft, druckst du ein Muster auf dem echten Material. Papier, Folie, Glanzlack oder eine gewölbte Flasche verhalten sich beim Scannen unterschiedlich.
- Auf dem echten Material und in der geplanten Größe drucken, nicht auf Büropapier.
- Mit mindestens einem iPhone und einem Android-Handy scannen, bei Tageslicht und im Regallicht.
- Prüfen, dass sich die Seite ohne Zertifikatswarnung öffnet.
- Im Dashboard nachsehen, ob der Scan gezählt wurde.
- Den Pfad in deiner Liste dem Produkt zuordnen und den Testcode danach nicht mehr ändern.
Falls du später in einen kleineren Tarif wechselst, laufen Codes auf schon verbundenen Domains weiter. Neue Codes sind dann nur auf so vielen Domains möglich, wie der neue Tarif erlaubt, und eine Domain lässt sich erst entfernen, wenn keine Codes mehr darauf liegen.
Häufig gestellte Fragen
Sie funktionieren weiter, sobald du den CNAME auf den neuen Dienst umgestellt hast und dieser dieselben Pfade auf deiner Domain bedient.
Nein. Kurzlinks auf der Domain eines Anbieters lassen sich nicht umziehen. Du kannst nur das Ziel beim alten Anbieter ändern oder neu drucken.
Nein. Eine Subdomain reicht für beliebig viele Codes. Jede Charge bekommt nur einen eigenen Pfad.
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