Die Adresse unter den QR-Code drucken: so wird sie gelesen und genutzt
Ein QR-Code ist für Menschen eine Blackbox. Niemand sieht ihm an, wohin er führt. Steht darunter eine kurze Adresse wie qr.deinefirma.at/speisekarte, weiß der Gast vor dem Scannen, was ihn erwartet. Das kostet auf dem Druckstück eine Zeile und löst mehrere Probleme auf einmal.
Warum die Adresse darunter gehört
- Vertrauen: Wer den Namen deiner Firma in der Adresse liest, scannt eher. Das ist auch ein Schutz gegen aufgeklebte Fremdcodes, weil jeder Gast die gedruckte Adresse mit dem Ergebnis vergleichen kann.
- Abtippen: Nicht jeder Scan klappt. Spiegelung, Dämmerlicht, ein altes Handy oder eine zerkratzte Folie reichen. Mit gedruckter Adresse tippt der Gast sie einfach in den Browser.
- Barrierefreiheit: Menschen, die schlecht sehen oder die Kamera nicht gezielt ausrichten können, kommen über eine Adresse weiter, die sie sich vorlesen lassen oder diktieren. Auch ein Mensch am Tisch kann sie einem anderen nennen.
- Weitergeben: Eine Adresse lässt sich mündlich sagen, per Nachricht schicken und sich merken. Ein Bild nicht.
Wie du sie setzt
- Ohne https:// und ohne www. Das kann das Handy selbst ergänzen, und die Zeile wird kürzer und ruhiger.
- Alles in Kleinbuchstaben. Das ist leichter zu lesen und zu tippen, und kaum jemand muss raten, ob ein Buchstabe groß ist.
- Schriftgröße mindestens wie der Fließtext auf dem Druckstück, besser etwas größer. Die Adresse soll ohne Anstrengung lesbar sein, auch für Gäste ohne Brille.
- Guter Kontrast zum Hintergrund und eine klare Schrift ohne Schnörkel. Dünne Schriften auf Fotos sind schwer zu lesen.
- Direkt unter oder neben dem Code, mit etwas Abstand, damit die Ruhezone des Codes frei bleibt.
- Eine Zeile, kein Umbruch mitten im Pfad. Passt sie nicht, kürze den Pfad.
Ein kurzer Pfad macht den Unterschied
Lang und zufällig, etwa …/a8Kx92LmQp, lässt sich kaum tippen und noch schlechter merken. Besser ist ein Pfad, den man beim Lesen versteht und fehlerfrei abschreibt: qr.deinefirma.at/speisekarte, /angebot oder /wlan. Bei Same-QR legst du den Pfad beim Anlegen eines neuen Codes selbst fest, zufällig vergeben wird er sonst mit 10 Zeichen. Jeder Pfad existiert je Domain nur einmal und bleibt auch nach dem Löschen des Codes belegt, überlege ihn also vor dem Druck. Bestehende Codes behalten ihre Adresse, du musst nichts nachdrucken.
Beispiele für die Praxis
- Tischaufsteller: Adresse unter dem Code in gut lesbarer Größe, dazu „Speisekarte“ als Wort darüber. Ein Gast mit leerem Akku kann sich die Adresse merken und später aufrufen.
- Flyer: Der Flyer wird oft gefaltet oder liegt bei Licht schief. Adresse zusätzlich in den Text setzen, etwa neben die Handlungsaufforderung, und mit einem eigenen Pfad pro Aktion arbeiten, zum Beispiel /herbstaktion.
- Verpackung: Wenig Platz, deshalb kurzer Pfad wie /pflege oder /anleitung. Die Adresse an die Kante, auf glatte Fläche und nicht über einen Falz drucken.
- Plakat oder Schaufenster: Der Betrachter steht weiter weg, die Adresse darf groß sein. Dort wird sie gern abgetippt, weil man nicht näher an den Code herantritt.
Vor dem Druck prüfen
- Adresse genau so in den Browser deines Handys tippen, wie sie gedruckt wird, und prüfen, ob das richtige Ziel erscheint.
- Den Code mit mindestens einem iPhone und einem Android-Handy scannen.
- Einen Probeausdruck in Originalgröße aus der Entfernung lesen, aus der der Gast sie später sieht.
- Eine zweite Person die Adresse laut vorlesen und eintippen lassen. Mehrdeutige Stellen fallen so sofort auf.
Häufig gestellte Fragen
Nein. Browser ergänzen es selbst. Weglassen macht die Zeile kürzer und besser lesbar.
Beides funktioniert. Eine eigene Subdomain wie qr.deinefirma.at ist kürzer und trägt deinen Namen, was die gedruckte Adresse vertrauenswürdiger und leichter merkbar macht.
Gedruckte Adressen sollten sich nie ändern. Das Ziel hinter dem Code kannst du jederzeit umstellen, die Adresse selbst bleibt aber, wie sie auf dem Papier steht.
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