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Getränkekarte erstellen: Aufbau, Mengenangaben und Preise

Bild von Unsplash

Kategorien

Wer eine Getränkekarte erstellen will, beginnt mit einer klaren Ordnung. Gäste suchen meist nach Art des Getränks, nicht nach Marke. Eine übliche Reihenfolge:

  • Alkoholfreie Getränke: Wasser, Limonaden, Säfte, Schorlen bzw. Gespritzte
  • Hausgemachtes: Limonaden, Eistee, Sirupe
  • Bier: vom Fass, aus der Flasche, alkoholfrei
  • Wein: offen nach Farbe, dazu Sekt und Schaumwein
  • Cocktails und Longdrinks
  • Spirituosen und Digestifs
  • Kaffee und Tee

Je nach Lokal verschiebt sich der Schwerpunkt: Im Café steht Kaffee vorn, in der Bar die Cocktails. Auf der digitalen Karte von Same-QR sind Alkoholfrei, Bier und Wein als Kategorien bereits angelegt; Cocktails, Spirituosen und Kaffee & Tee lassen sich ergänzen.

Mengenangaben richtig

Bei Getränken gehört zu jedem Preis die Menge – also 0,2 l, 0,3 l, 0,5 l oder 2 cl und 4 cl bei Spirituosen. In Deutschland verlangt die Preisangabenverordnung diese Angabe ausdrücklich, und auch anderswo erwarten Gäste sie. Wer mehrere Größen anbietet, schreibt sie in eine Zeile, damit der Vergleich leicht fällt.

  • Einheitliche Schreibweise: immer „0,5 l“ oder immer „½ l“, nicht gemischt.
  • Bei Flaschen die Größe angeben, etwa 0,33 l oder 0,75 l.
  • Beim Kaffee kann statt einer Menge die Art genügen, etwa „Espresso“ oder „großer Brauner“ – üblich ist aber eine kurze Erklärung für Gäste von außerhalb.

Alkoholfrei aufwerten

Immer mehr Gäste trinken weniger oder gar keinen Alkohol – Autofahrer, Schwangere, Sportler oder einfach Menschen, die am nächsten Tag früh raus müssen. Eine Getränkekarte, die außer Cola und Apfelsaft nichts bietet, verschenkt hier Möglichkeiten.

  • Hausgemachte Limonaden oder Eistees mit saisonalen Zutaten.
  • Alkoholfreies Bier und alkoholfreier Wein, wenn es gute Qualitäten gibt.
  • Alkoholfreie Cocktails, die auf der Karte gleichwertig neben den anderen stehen.
  • Regionale Säfte mit Angabe des Herstellers.

Hausmarken und Empfehlungen

Gäste schätzen Orientierung. Ein Hinweis wie „unser Hauswein“ oder „vom Brauhaus nebenan“ hilft bei der Entscheidung und zeigt, wofür dein Lokal steht. Hebe aber nicht zu viel hervor: Ein oder zwei Empfehlungen pro Kategorie reichen.

Bei Wein und Bier sind kurze Beschreibungen nützlich: „frisch, säurebetont“, „dunkel, malzig“. In der Zusatzzeile der digitalen Karte ist dafür Platz – und auch für Allergene wie Sulfite oder Gluten.

Digital und gedruckt

Getränkekarten ändern sich oft: ein neues Bier vom Fass, ein ausgetrunkener Wein, ein Saisongetränk. Eine digitale Karte ist hier schnell angepasst, während gedruckte Karten bei jeder Änderung neu gemacht werden müssten.

Viele Betriebe kombinieren: eine kleine gedruckte Karte mit den Klassikern am Tisch und eine digitale Karte per QR-Code mit der vollständigen, aktuellen Auswahl. So hat jeder Gast eine Karte in der Hand und niemand bestellt ein Getränk, das seit Wochen aus ist.

Typische Fehler auf Getränkekarten

  • Fehlende Mengenangaben, besonders bei offenen Weinen und Spirituosen.
  • Marken auf der Karte, die längst nicht mehr ausgeschenkt werden.
  • Alkoholfreie Getränke nur als Pflichtzeile ganz unten.
  • Unterschiedliche Preise für dasselbe Getränk auf Karte und Tafel.
  • Keine Angabe, ob Leitungswasser angeboten wird und zu welchen Bedingungen.

Ein Blick in die Kasse zeigt, welche Getränke kaum verkauft werden. Sie zu streichen, macht die Karte übersichtlicher und den Einkauf einfacher.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich bei Getränken die Menge angeben?

In Deutschland verlangt die Preisangabenverordnung die Mengenangabe bei Getränken. Auch in anderen Ländern ist sie üblich und hilft Gästen beim Vergleich.

Müssen Allergene auch auf der Getränkekarte stehen?

Ja, auch für Getränke gilt die Allergeninformation, etwa für Sulfite im Wein, Gluten im Bier oder Milch im Kaffee.

Soll die Getränkekarte getrennt von der Speisekarte sein?

Bei großer Auswahl ja. Bei wenigen Getränken reicht ein eigener Bereich am Ende der Speisekarte.

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