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Praxis3 Min. Lesezeit

Speisekarte im Schaufenster und am Eingang: Passanten zu Gästen machen

Bild von Unsplash

Warum der Aushang zählt

Ein Speisekarten-Aushang am Eingang ist für Laufkundschaft oft der erste Kontakt mit deinem Lokal. Wer an einem fremden Ort essen gehen will, schaut kurz, was es gibt und was es kostet. Findet er nichts oder nur eine vergilbte Karte vom letzten Sommer, geht er weiter.

In Deutschland schreibt die Preisangabenverordnung Gaststätten zusätzlich ein Preisverzeichnis am Eingang vor. Was genau es enthalten muss, erfährst du bei deiner IHK. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln zur Preisauszeichnung; die Wirtschaftskammer bzw. der Branchenverband geben Auskunft.

Was hinein gehört

Der Aushang muss nicht die ganze Karte zeigen. Er soll Lust machen und Orientierung geben:

  • Eine Auswahl typischer Gerichte mit Preisen, damit Passanten das Preisniveau einschätzen können.
  • Das Tagesangebot oder Mittagsmenü, falls es eines gibt.
  • Die Öffnungs- und Küchenzeiten.
  • Hinweise wie „vegetarische Gerichte“, „Kinderkarte“ oder „Gastgarten“, wenn sie für Gäste wichtig sind.
  • Einen QR-Code zur vollständigen, aktuellen Karte.

QR-Code für Passanten

Der Code im Fenster hat ein anderes Publikum als der am Tisch. Passanten scannen im Vorbeigehen, manchmal auch abends, wenn das Lokal schon geschlossen ist. Sie wollen wissen, ob es sich lohnt, morgen wiederzukommen.

  • Den Code etwas größer drucken als am Tisch, weil aus größerer Entfernung gescannt wird.
  • In Augenhöhe anbringen, nicht unten in der Ecke.
  • Hinter Glas: Spiegelungen bei Sonnenlicht prüfen und den Code nicht auf getöntes Glas kleben.
  • Einen kurzen Hinweis dazuschreiben, etwa „Ganze Karte & Öffnungszeiten“.

Mit einem dynamischen Code von Same-QR kannst du das Ziel später ändern, ohne den Aushang neu zu drucken – etwa auf eine Seite mit Öffnungszeiten während des Betriebsurlaubs. Die Scans werden gezählt, so siehst du, ob der Code am Fenster überhaupt genutzt wird.

Witterungsbeständig anbringen

Ein Aushang draußen muss Regen, Sonne und Frost überstehen. Bewährt haben sich Schaukästen mit Glas, laminierte Ausdrucke und Aufkleber aus Außenfolie. Sonne bleicht Farben aus, besonders Rot und Blau – der Code sollte daher in einem dunklen, kräftigen Ton gedruckt sein. Kontrolliere ihn regelmäßig mit dem Handy.

Aktuell halten

Der häufigste Fehler am Eingang ist eine veraltete Karte. Alte Preise, ein Gericht, das es seit Monaten nicht mehr gibt, oder falsche Öffnungszeiten wirken nachlässig. Lege fest, wer den Aushang bei jeder Kartenänderung tauscht.

Leichter wird es, wenn der Aushang selbst wenig Wechselndes enthält und für alles Aktuelle auf die digitale Karte verweist. Dann muss am Fenster nur selten etwas getauscht werden.

Typische Fehler am Aushang

  • Die Karte hängt so tief, dass man sich bücken muss.
  • Schrift so klein, dass sie nur aus der Nähe lesbar ist.
  • Ausgebleichte Seiten in der Sonne.
  • Ein QR-Code ohne Hinweis, wohin er führt.
  • Alte Preise oder Öffnungszeiten, die nicht mehr stimmen.

Geh einmal selbst an deinem Lokal vorbei, wie ein fremder Gast. Was siehst du zuerst, was fehlt dir? Dieser Blick von außen ist oft der beste Test.

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Häufig gestellte Fragen

Muss ich die Speisekarte am Eingang aushängen?

In Deutschland verlangt die Preisangabenverordnung ein Preisverzeichnis am Eingang. In anderen Ländern gelten eigene Regeln – frag im Zweifel bei der Kammer nach.

Reicht ein QR-Code statt eines Aushangs?

Ein QR-Code allein ist für Passanten und für die Preisauszeichnung meist zu wenig. Er ist eine gute Ergänzung zu einem kurzen, lesbaren Aushang.

Wie groß muss der Code im Fenster sein?

Das hängt vom Abstand ab. Teste einen Ausdruck vor Ort von dort, wo Passanten stehen werden.

Vormerkung

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