Speisekarte gestalten: 12 Tipps für eine Karte, die Gäste gern lesen
Weniger ist mehr
Wer eine Speisekarte gestalten will, denkt zuerst an Farben und Schriften. Wichtiger ist aber der Inhalt. Eine Karte mit sehr vielen Gerichten überfordert Gäste und die Küche gleichermaßen.
- Tipp 1: Streiche Gerichte, die kaum bestellt werden. Eine kürzere Karte wirkt konzentrierter.
- Tipp 2: Fasse Varianten zusammen, etwa „Schnitzel vom Schwein oder Kalb“ statt zwei Zeilen.
Reihenfolge und Kategorien
- Tipp 3: Ordne die Karte so, wie gegessen wird: Vorspeisen, Suppen, Hauptgerichte, Desserts, dann Getränke.
- Tipp 4: Benenne Kategorien eindeutig. „Aus dem Wasser“ klingt nett, „Fisch“ wird schneller gefunden.
- Tipp 5: Setze das, was du verkaufen möchtest, an den Anfang einer Kategorie. Dort wird zuerst gelesen.
Schrift und Kontrast
Gelesen wird die Karte oft bei gedämpftem Licht, von Gästen jeden Alters, manchmal ohne Lesebrille.
- Tipp 6: Verwende für Gerichte und Beschreibungen eine gut lesbare Schrift. Zierschriften nur für Überschriften.
- Tipp 7: Achte auf starken Kontrast. Hellgraue Schrift auf Beige mag edel aussehen, ist am Tisch aber kaum lesbar.
Bei der digitalen Karte von Same-QR kannst du Titelschrift, Textschrift und Farben ändern. Wählst du eine Kombination mit zu wenig Kontrast, warnt dich der Editor, bevor die Karte so am Tisch landet.
Preise darstellen
- Tipp 8: Setze Preise einheitlich, entweder alle rechts oder alle direkt hinter dem Gericht.
- Tipp 9: Verzichte auf Punktlinien vom Gericht bis zum Preis, wenn du nicht möchtest, dass Gäste von oben nach unten nur Preise vergleichen. Wo sie zum Stil passen, sind sie aber kein Fehler.
- Tipp 10: Gib bei Getränken immer die Menge an, etwa 0,3 l oder 0,5 l.
Hervorheben, aber sparsam
Ein Kasten, ein Symbol oder ein Foto lenkt den Blick. Das funktioniert aber nur, wenn es selten vorkommt.
- Tipp 11: Hebe pro Seite höchstens ein oder zwei Gerichte hervor – etwa das Tagesangebot oder eine Spezialität des Hauses.
Für Symbole wie vegetarisch, vegan oder scharf gilt dasselbe: einheitlich verwenden und einmal erklären.
Am Handy denken
Immer mehr Gäste sehen deine Karte zuerst auf dem Handy – am Tisch per QR-Code oder vorher über Google. Ein Layout, das auf A3 wunderbar wirkt, funktioniert auf einem schmalen Bildschirm nicht automatisch.
- Tipp 12: Prüfe jede Karte auch auf dem Handy. Kurze Texte, klare Kategorien und ein Tagesangebot ganz oben helfen dort besonders.
Fertige Designs ersparen dir viel Arbeit. Same-QR bietet Designs für elf Restauranttypen von Grill bis Café, illustriert oder mit Foto, die für schmale Bildschirme gebaut sind. Schriften und Farben passt du an dein Lokal an.
Gestaltung testen
Ob eine Karte funktioniert, zeigt sich erst am Tisch. Ein einfacher Test hilft, bevor du in Serie druckst oder die digitale Karte freigibst:
- Gib die Karte jemandem, der dein Lokal nicht kennt, und frag nach einem vegetarischen Hauptgericht. Wie lange dauert die Suche?
- Lies die Karte bei dem Licht, das abends im Lokal herrscht.
- Öffne die digitale Karte auf einem kleinen Handy und scrolle bis zum Ende.
- Prüfe, ob die Allergen-Legende auffindbar ist.
Was bei diesem Test hakt, hakt auch bei deinen Gästen. Kleine Änderungen wie eine klarere Überschrift oder ein stärkerer Kontrast machen oft einen großen Unterschied.
Häufig gestellte Fragen
Eine feste Zahl gibt es nicht. Entscheidend ist, dass deine Küche jedes Gericht in gleichbleibender Qualität liefern kann und Gäste die Karte schnell überblicken.
Beides ist üblich. Wichtig ist, dass klar ist, in welcher Währung die Preise gelten – besonders, wenn du viele Gäste aus dem Ausland hast.
Wenige, gute Fotos können helfen. Zu viele Fotos machen die Karte unruhig und laden auf dem Handy langsamer.
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