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Wein-E-Label erstellen: Zutaten und Nährwerte per QR-Code, Schritt für Schritt

Seit dem 8. Dezember 2023 gilt für Wein, was bei anderen Lebensmitteln längst Pflicht ist: Zutatenliste und Nährwertdeklaration. Grundlage ist die EU-Verordnung 2021/2117. Sie betrifft Weine, die ab diesem Tag hergestellt wurden; ältere Bestände dürfen abverkauft werden. Damit das Rückenetikett nicht platzt, erlaubt die Verordnung einen Ausweg: Ein Teil der Angaben darf elektronisch bereitstehen — über einen QR-Code, der auf eine eigene Seite führt. Diese Seite nennt man E-Label.

Was auf dem Etikett bleiben muss

Das E-Label ersetzt nicht alles. Auf der Flasche bleiben die klassischen Pflichtangaben, dazu die Allergene mit dem Wort „Enthält“ — bei Wein fast immer Sulfite, je nach Schönung auch Ei oder Milch. Der Brennwert darf auf dem Etikett stehen, abgekürzt mit „E“, zum Beispiel „E = 297 kJ / 72 kcal je 100 ml“. Die vollständige Zutatenliste und die übrige Nährwerttabelle dürfen dann auf das E-Label wandern.

Was auf das E-Label gehört

  • die Zutatenliste in absteigender Reihenfolge, Allergene hervorgehoben
  • die Nährwertdeklaration je 100 ml: Brennwert, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß, Salz
  • bei Wein üblich: der Satz „Enthält geringfügige Mengen von Fett, gesättigten Fettsäuren, Eiweiß und Salz“ statt einzelner Nullwerte
  • die Sprache des Landes, in dem der Wein verkauft wird

Was nicht auf das E-Label darf

Hier liegt der häufigste Fehler. Die EU-Kommission hat in einer Bekanntmachung vom November 2023 klargestellt, dass das E-Label nicht zusammen mit Verkaufs- oder Werbeinhalten angezeigt werden darf und keine Daten der Nutzer sammeln oder auswerten soll. Ein Link auf den Onlineshop, ein Gewinnspiel oder ein Newsletter-Feld haben dort nichts verloren. Wer Shop und Hofgeschichte zeigen will, macht dafür eine zweite Seite mit eigenem Code.

So erstellen Sie das E-Label mit Same-QR

  • Im Dashboard unter „Website anlegen“ die Vorlage „Wein-E-Label“ wählen und den Namen des Weins eintragen.
  • Zutaten einfügen und das Allergen eintragen, meist „Sulfite“. Auf der Seite wird es in der Zutatenliste automatisch fett.
  • Brennwert in kJ und kcal, Kohlenhydrate und Zucker je 100 ml eintragen — die Werte liefert Ihr Labor oder der Rechner Ihres Weinbauverbands.
  • Den Schalter für „geringfügige Mengen“ eingeschaltet lassen, wenn Fett, Eiweiß und Salz praktisch null sind.
  • Betreiberangaben prüfen, veröffentlichen, den Code herunterladen und an die Druckerei geben.

Die Vorlage hat bewusst keine Knöpfe, kein Angebot und keinen Shop-Link, und sie zeigt auch im Gratistarif keinen Hinweis auf Same-QR. Gezählt wird nur rein anonym: eine Summe der Scans und Aufrufe, ohne IP-Adresse, ohne Cookie, ohne irgendetwas über die Besucher. Für Weingut, Ab-Hof-Verkauf und Shop gibt es die Vorlage „Weingut“.

Ein Code je Wein — und der Jahrgang?

Zutaten und Nährwerte hängen am einzelnen Wein und können sich mit dem Jahrgang ändern. Deshalb braucht jeder Wein sein eigenes E-Label. Weil der Code dynamisch ist, bleibt er gleich, wenn sich nur die Werte ändern: Sie tragen die neuen Zahlen ein, das gedruckte Etikett bleibt gültig. Ändert sich der Wein grundlegend, legen Sie für den neuen Jahrgang eine neue Seite an und lassen die alte für die Flaschen im Handel stehen.

Vor dem Druck

Neben dem Code muss erkennbar sein, wofür er steht. Nach Auslegung der Kommission reicht ein bloßes „i“ dafür nicht; üblich ist das Wort „Zutaten“ oder „Zutaten & Nährwerte“. Klären Sie die genaue Gestaltung vor dem Druck mit Ihrem Weinbauverband oder der zuständigen Kontrollstelle — sie entscheiden im Zweifel, nicht der Anbieter des Codes.

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Häufig gestellte Fragen

Muss jeder Wein ein E-Label haben?

Nein. Die Pflicht betrifft Zutaten und Nährwerte. Sie dürfen sie auch vollständig auf das Etikett drucken. Das E-Label ist der erlaubte Weg, Platz zu sparen.

Dürfen Allergene nur auf dem E-Label stehen?

Nein. Allergene wie Sulfite müssen auf dem physischen Etikett stehen, mit dem Wort „Enthält“. Auf dem E-Label werden sie in der Zutatenliste zusätzlich hervorgehoben.

Darf ich auf dem E-Label meinen Shop verlinken?

Nein. Das E-Label darf nicht zusammen mit Verkaufs- oder Werbeinhalten erscheinen. Dafür eignet sich eine eigene Weingut-Seite mit eigenem Code.

Was kostet ein E-Label bei Same-QR?

Im Gratistarif ist eine Seite enthalten. Für mehrere Weine brauchen Sie einen bezahlten Tarif: Start trägt 5 Seiten, Pro 25, Agentur 100.

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